Mein Name ist Lisa Monn und wie es bereits im Titel meiner Seite steht, bin ich Physiotherapeutin und Yogalehrerin. Ich bin in den schönen Schweizer Alpen in einem kleinen Dorf aufgewachsen und lebe jetzt mit meinem Freund in Zürich. Meine Muttersprache ist Rätoromanisch, darum heisst die Seite „mia veta“ – es bedeutet mein Leben.

Meine Vision ist es, eine Inspiration für andere Menschen zu sein – trotz schweren Zeiten – Kraft und Vertrauen zu haben, ihre Ziele zu erreichen und ihr volles Potential auszuschöpfen.

Ich habe viele Hürden im Leben überwunden, und möchte das, was ich gelernt habe, weitergeben und eine Wegbegleiterin sein – als Yogalehrerin, Physio und bald als Yogatherapeutin.

Viele Erlebnisse in meinem Leben haben mich stark geprägt, eins davon vor Allem auch optisch.. Ich werde sehr häufig gefragt, was mir passiert sei, warum ich diese Narbe im Gesicht habe.

Lisa Monn

Ich habe im Sommer 2017 im Alter von 24 Jahren einen schweren Velounfall erlitten. Ich habe mein Gesicht schwer verletzt und habe noch heute eine traumatische Fazialisparese sowie eine grosse Narbe, welche meine ganze linke Gesichtshälfte durchzieht.

Ich habe in diesem Unglück einen wunderbaren Schutzengel, sehr gute erste Hilfe und eine riesige Portion Glück gehabt. Ich habe überlebt! Mein Auge und mein Gehirn blieben unversehrt. Ich habe „nur mein Gesicht verloren“. Ich wurde im Spital sehr gut versorgt und betreut. Meine Familie und Freunde haben mich sehr gut auf diesem Weg begleitet.

Mein Weg der Besserung war neben der Wiedererlangung der körperlichen Leistungsfähigkeit vor Allem geprägt durch Selbstakzeptanz. Es hat seine Zeit gebraucht, bis ich diese schwere Situation erst einmal realisiert und später akzeptiert habe. Ich habe mich lange vor Fotos gescheut und habe etliche Tränen beim Anblick meines Spiegelbilds vergossen.

Was mich in dieser schweren Zeit, ganz am Anfang, vor Allem geholfen hat, war mein sogenanntes „Mimimi-Buch“, mein Jornal, mein Tagebuch. Ich habe all meine Ängste, Alpträume, Sorgen, und mein Klammern an Vergangenem, an all dem, was nicht mehr ist, zu Papier bringen können. So habe ich einen Ort gehabt, an dem ich alles ablegen konnte. Ich habe mich reflektiert und Teile meines Selbst erforscht, die noch völlig unentdeckt waren. Ich bin daraus gewachsen, habe mich vom Vergangenem lösen können, die aktuelle Situation – mit mein neues Aussehen, meiner Narbe im Gesicht und meine veränderte Mimik – annehmen können und wieder mit Freude in die Zukunft blicken können. Ich habe meine Träume und Visionen ausformuliert und mich motiviert, immer weiter zu gehen und niemals aufzugeben.

Später habe ich eine Ausbildung zur Yogalehrerin absolviert. Die Yogaphilosophie hat mir weiter geholfen, mich selbst und das Leben zu verstehen. Völlig im Moment leben, Loslassen, Selbstliebe, meine Zukunft selbst erschaffen mit meinen Entscheidungen und Taten – das waren die Hauptthemen für mich. Die Asana Praxis hat meinen Heilungsverlauf unterstützt und die Schwellung in meinem Gesicht ging durch gezielte Yogastellungen zurück.

Heute schreibe ich noch immer in meinem Journal, den Namen „Mimimi-Buch“ hat er jedoch verloren.

Ich praktiziere regelmässig Yoga und lebe mein Leben voller Dankbarkeit und Freude.

Ich schätze es so sehr, dass ich am Leben sein darf, meine Lebensfreude strahlt mehr denn je. Ich bin so dankbar hier sein zu dürfen und geniesse jeden Tag, der mir geschenkt wird!

Ich habe eine Narbe im Gesicht, eine traumatische Fazialisparese und ein Rucksack gefüllt mit sehr vielen Erfahrungen die mich stärker gemacht haben.

Ich hoffe, Dir mit meiner Geschichte Kraft und Inspiration schenken zu können. Es passieren viele Sachen in unserem Leben, die wir uns nicht ausgesucht haben, was uns geschieht können wir nicht wählen, wie wir es nehmen jedoch schon. Das Leben ist wunderschön, geniesse es!

Nina Defuns hat im Rahmen ihrer Diplomarbeit eine rührende Doku über mich gedreht. Es ist auf Rätoromanisch mit deutschen Untertiteln.

Im April wurde meine Geschichte im Daily Mail in England Publiziert. Lies hier den Artikel.