Tiefe Lebensweisheiten, die mir meine Pflanzen gelehrt haben

In diesem Corona-Frühling habe ich mich unter anderem dem Projekt „Balkon begrünen“ gewidmet. Mein Freund und ich sind frisch in unsere erste gemeinsame Wohnung eingezogen und es macht mir grosse Freude, unser Daheim inklusive Balkon einzurichten. Ich hatte bereits einige Pflanzen aus meiner WG mitgenommen und hatte Lust, weitere Pflanzen zu pflanzen.

Und wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Ich habe alte, trockene Erde mit Wasser und Dünger wieder belebt, in Eierkartons verteilt und mit Samen von der „Nature Heroes“ Sammelaktion von Migros bepflanzt – die einzelnen Schritte und den aktuellen Stand siehst du in meiner Instagram Story: https://www.instagram.com/lisamonn.yoga/

Ausserdem habe ich von Biogarten einige Bio-Setzlinge, Bio-Dünger, Bio-Erde und ein natürliches Insektizid für meine von Trauermücken befallenen Zimmerpflanzen zu retten, bestellt. Sehr empfehlenswerte Seite, wenn du irgendwelche Schädlinge auf natürliche Weise loswerden willst.

So hatte ich dank super Pack-Helden und Liefer-Feeen trotz des Lockdowns das Glück, mein Projekt „Balkon begrünen“ anzugehen. Während ich die matschige Erde geknetet habe, liebevoll die Samen und Sprösslinge in die Erde gesetzt habe und fleissig zweimal täglich meine Schützlinge gegossen habe – sind mir sehr viele Gedanken durch den Kopf gegangen. Diese Pflanzen-Lebensweisheiten möchte ich mit dir teilen.

Manchmal musst du mit matschigem Dreck bedeckt sein, um dein volles Potential zu erkennen.

Würde ein Samen, der immer im Trockenen ist, wohl behütet von aller Feuchtigkeit, in der heimeligen dunklen Papiertüte jemals erkennen, was in ihm steckt? Würde er jemals wissen, dass er eigentlich eine Mohnblume ist und seine Aufgabe ist, diese Welt mit seiner wunderschönen roten Blüte zu beschmücken und dir ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern? Erst durch die feuchte Erde, die Dunkelheit, das aufbrechen der Samenschale und das „Sterben“ des Samens – erst dadurch kann der Samen sich transformieren, sein höchstes Potenzial, sein grosses Ziel „eine Blume zu sein“ erreichen.

Ein Same ist eine Blume an einem anderen Ort im Raum-Zeitkontinuum.

Inspiriert aus „Gespräche mit Gott 2 – Gesellschaft und Bewusstseinswandel“ Neale Donald Walsh.

Was bedeutet es für dich, nicht mehr in deiner gewohnten Komfortzone zu sein? Was macht deine Komfortzone aus? Was ist dein „Samen-Stadium“? Was ist dein „Blumen-Stadium“? In welchem Stadium stehst du?

Wachstum braucht die richtige Nahrung, Regelmässigkeit und Geduld

Eine Pflanze braucht nährstoffreiche Erde, Wasser und Sonne. Und noch CO2, davon hat es ja genug! Wenn sie jeden Tag genug Wasser und Licht bekommt, wird sie wachsen. Jeden Tag ein Stück mehr. Es braucht Zeit vom Keimling bis zur Blüte und bis zur Frucht.

Welche „Nahrung“ brauchst du? Neben der eigentlichen Nahrung nehmen wir auch sehr viele mentale und emotionale Eindrücke auf. Nimmst du positive oder negative Eindrücke auf? Wen folgst du auf den Sozialen Medien? Schaust du Fernsehen? Nachrichten? Was liest du? Welche Menschen hast du um dich herum? Geben oder nehmen sie in deinem Leben Energie? Pflegst du gute Gedanken, Dankbarkeit, Wohlwollen?

Wenn du dich mit „guter Nahrung“ regelmässig versorgst, wirst du mit Geduld in die Richtung wachsen, die du wählst.

Alles blüht zu seiner Zeit, habe Vertrauen.

Ein Same, der in die Erde gesetzt wird und regelmässig gegossen wird, dieser wird – zur gegebenen Zeit – zu einer Blume werden. So wirst auch du wachsen und erblühen. Wenn die Zeit reif ist, dass du an deinem Ziel ankommst – was auch immer dies sein soll – wird es so sein. Und bis dahin, habe Vertrauen und geniesse den Prozess.

Was ist dein Ziel? Was ist deine Vision im Leben? Welche Schritte braucht es dafür? Was kannst du jetzt dafür machen? Hast du Vertrauen? Hast du Geduld?

Das Leben bewegt sich in Zyklen

Und jeder Teil dieses Zykluses ist es wert, ihn zu geniessen. Jeder Teil des Prozesses ist vollkommen. Ein Same ist vollkommen – Jummy, die Kürbiskerne über meine Lieblingssuppe! Ein Keimling ist vollkommen – Mmhhhmmm Kresse-Sprossen im Salat! Eine Blume ist vollkommen – Herrrlich, der Duft einer schönen Blumenwiese!

Geniesse den Weg, jeden einzelnen Schritt. Finde in jedem Teilschritt das Schöne und Positive. Es wird sich wandeln, sowieso. Du wählst, welche Gefühle du in den Prozess hinein gibst und wie du es erlebst.

Mit Liebe geht alles viel besser.

Mir ist eine kurze Szene aus einem Film aus meiner Kindheit geblieben (leider weiss ich nicht mehr aus welchem Film). In dieser Szene wischte ein junger Mann den Boden. Er machte dies mit solch einer Freude und tanzte dabei – die Protagonisten waren irritiert, wie solch eine Aufgabe Freude bereiten konnte, und liefen irritiert an ihm vorbei. Mich hat das damals so inspiriert.

Wenn ich nun jeden Morgen meine Pflanzen mit Freude giesse, mich über deren Wachstum freue, ihnen liebe Worte sage (ja, ich bin diese Art Person, die mit Pflanzen spricht) macht mich das glücklich. Warum sollen ich dies nicht auf alle Aktivitäten im Leben übertragen?

Egal, was du im Leben machst, wenn du es mit Freude machst und viel Liebe reinsteckst – wird es dich erfüllen!

Wenn du Bewusst und mit offenen Augen durch die Welt gehst, siehst du die kleinen Wunder.

Ein kleiner grüner Sprössling, der aus der Erde ragt und das Leben erblickt – ist das nicht wunderschön? Wann nehmen wir solche winzigen Details wahr? Das Leben ist voller Wunder. Gehe mit einer achtsamen Grundhaltung durch deinen Alltag und du wirst so viel Schönes entdecken. Es wird dir viel leichter fallen, dankbar zu sein, für das, was du hast und was du bist. Durch diese kultivierte Dankbarkeit und Achtsamkeit wirst du viel glücklicher leben – glaube es mir!

Routine schafft Wachstum

Ich habe es nun diese Tage geschafft, meine Pflanzen jeden Morgen zu giessen. Ich habe mit Freude und lieben Gedanken meine Karaffe etliche Male – eine Giesskanne fehlt noch in der neuen Wohnung – mit Wasser gefüllt und fürsorglich jeder Pflanze genügend Wasser gegeben. Ich konnte beobachten, wenn ich täglich den frisch gesäten Samen Wasser gebe, keimen sie. Sie wachsen.

Wie sieht das bei mir aus? Ich arbeite auch weiter an meine eigene Morgenroutine. Wenn ich mich täglich mit Dankbarkeit, Meditation, Yoga, und ein nahrhaftes Frühstück – das ist mein Lieblings-Porridge „begiesse“ und mit positiven Gedanken, genügend Bewegung und Erholung durch den Tag gehe, bleibt mir doch auch nichts anderes übrig als zu wachsen, oder?

Was passiert mit der Routine, wenn alles wieder „normal“ ist?

Nun, jetzt in dieser Zeit habe ich am Morgen mehr als genug Zeit, meine Routine auszufeilen. Doch was ist, wenn wieder die Normalität einkehrt? Wenn ich wieder am Morgen früh aufstehen muss, viel zu spät dran bin, rasch unter die Dusche hüpfe und dann mit dem Velo zur Arbeit rase?

Werde ich dann noch Zeit finden, meine Blumen zu giessen? Werden sie weiter wachsen? Werde ich dann noch Zeit finden, meine Routine weiter zu leben? Werde ich noch wachsen? Bin ich bereit den Wachstum aufzugeben nur um die Routine fallen zu lassen?

Ist normal wirklich das, was wir gekannt haben zu leben? Oder ist das bisher gelebte auch nur eine Lebensweise, die sich irgendwann mal so entwickelt hat, in die man hineingewachsen ist?

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Werde ich wieder zu dem zurückkehren, was vorher normal für mich war? Wird das Leben nach Corona wieder so sein wie vor Corona?

Nein!

Meine Pflanzen und Blumen werden weiterhin Wasser und Liebe von mir bekommen und weiterhin wachsen können. Ich werde auch mein Bestes geben, meine eigenen neu erarbeiteten Routinen weiterzuleben, das Gute aus dieser Zeit für mich mitnehmen und weiter wachsen.

Ich bin sehr gespannt, wie unserer „Normalität“ nach Corona sein wird! Wenn wir alle etwas tiefer in unser Bewusstsein gehen während dieser Zeit, wird das eine sehr schöne „neue Normalität“ werden!

Schreibe mir gerne ein Kommentar oder eine Nachricht, wie du diese Corona-Zeit für dich erlebst und welchen Wachstum du bei dir beobachtest.

Bleibe gesund! Fühle dich umarmt

Deine Lisa

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