Es ist wie es ist und es wird, was wir daraus machen

Lisa Monn Yoga Physiotherapie Zürich

Es ist wie es ist: Wir befinden uns mitten in einer weltweiten Pandemie. Viele Länder haben ein erneutes Lockdown veranlasst und auch hier in der Schweiz sind die Bestimmungen wieder strenger. Die Situation ist zweifellos ein Ausnahmezustand. Doch wir stecken nun hier drin und müssen gemeinsam hier durch. Ich möchte gerne einige tiefgründige Gedanken dazu mit dir teilen. Denn es wird was wir daraus machen.

Ein Sprichwort, welches mich bereits unglaublich auf meinem Weg inspiriert und motiviert hat, ist mir letztens wieder begegnet. Es stand in unserem Hotel im Engadin auf einem Schild beim Frühstücksbuffet. Oben wurde mit einem süssen Cartoon auf das Abstand-Halten aufmerksam gemacht und unten stand: „Es ist wie es ist und es wird, was wir daraus machen.“

Es ist wie es ist…

Die Situation, wie sie jetzt ist, können wir nicht ändern. Wir können kein Virus von einem Tag auf den anderen verschwinden lassen, wir können auch nicht die Massnahmen und alle Folgen davon wegzaubern. Das, was jetzt ist, ist nun mal so, wir können das alles nicht verändern. Doch was jedem von uns selber überlassen wird: was machen wir daraus? Wir können selber entscheiden, wie wir darüber denken, können unsere Gefühle steuern und unsere Handlungen unseren Werten entsprechend wählen.

Das Sprichwort hilft mir immer wieder, ganz in den Moment anzukommen und die gegenwärtige Situation zu akzeptieren. Ganz besonders geholfen hat es mir nach meinem Unfall. Wie oft habe ich mir gewünscht, dass alles rückgängig gemacht werden könnte! Erst als ich akzeptiert hatte, wie es war, konnte ich anfangen, von dort aus wieder nach vorne zu schauen und mir meine Zukunft bewusst erschaffen.

…und es wird was wir daraus machen

Wie bereits oben erwähnt, können wir selber entscheiden, was wir aus einer Situation machen. Es liegt an uns, wie wir darüber denken, wir können unsere Gefühle steuern und unsere Handlungen bewusst wählen. Ich weiss, das ist viel leichter geschrieben als gemacht! Hier kommen zwei Beispiele aus meinem aktuellen Leben:

Es ist wie es ist...

Von Ferien…

Nehmen wir das Beispiel von Ferien im Ausland. Eigentlich hatten Alex und ich für unsere Ferien eine Reise nach Italien mit einer Teilnahme an einem Triathlon geplant. Dieses Rennen wurde aus offensichtlichen Gründen abgesagt. Das können wir nicht ändern. Es ist jetzt halt, wie es ist. Wir haben uns bewusst entschieden, uns nicht darüber zu ärgern, sondern haben nach alternativen Lösungen gesucht. Wir hatten viele Ideen, doch damit uns eine erneute Planänderung wegen neuen Beschlüssen oder dem Wetter erspart blieben, haben wir bis am Schluss mit einem Entscheid gewartet.

Die Situation war also „Ins Wasser gefallene Ferienpläne“. Unsere Gedanken waren planerisch, spontan, offen und unsere Gefühle gelassen und geduldig. So kam die Handlung vom Abwarten und spontane, wetterabhängige Ausflüge in die Schweiz – konkret auf die Rigi und ins Unterengadin nach Guarda.

…und Masken

Ein anderes Beispiel ist „Masken-Pflicht“. Als Physiotherapeutin trage ich die Maske während meiner gesamten Arbeitszeit. Also auch während ich strenge Übungen vorzeige, wenn ich Patienten lange etwas erkläre oder mich mit meinen Kollegen austausche. Acht Stunden am Tag. In diesem Beispiel habe ich mich zu Beginn weniger vorbildlich verhalten. Denn ich habe mich innerlich gegen die Situation gewehrt! In meinem letzten Blogbeitrag hat man es zwischen den Zeilen richtig gemerkt, wie sehr mich diese Maske genervt hat.

Dadurch, dass ich insgeheim die Situation gar nicht wollte, waren meine Gedanken fast ständig mit der Ablehnung der Maske und mit dem Fokus auf mein Schmerz beschäftigt. Meine Gefühle waren vorwurfsvoll gegen Aussen und schlussendlich hilflos und machtlos im Inneren. Meine Handlung war dann – natürlich unbewusst gewählt – noch mehr Anspannung und häufiges beklagen der Situation ohne direkte Aktion. Ich habe mich immer wieder erwischt, wie ich auf die Zähne gebissen habe oder den Kiefer verspannt nach vorne geschoben habe. Das hat dann logischerweise dazu geführt, dass ich immer mehr Schmerzen in meinem Gesicht, am Kopf & am Nacken bekommen habe und meine Gedanken und Gefühle haben sich in einem Teufelskreis verstärkt.

Jetzt magst du dich fragen, wie man aus dem Automatismus und vielleicht auch aus einem Teufelskreis heraus und in ein bewusstes Wählen der Gedanken, Gefühle und Handlungen hinein kommt? Der Schlüssel ist Achtsamkeit. Auch ich habe meinen Weg aus meinem „Masken-Dilemma“ darüber gefunden.

Lisa Monn Yoga in Zürich Outdoor

3 Einfache Wege zu mehr Achtsamkeit

Ich halte mich in diesem Beitrag kurz und werde in nächster Zeit einen ausführlicheren Beitrag dazu schreiben, wie du mehr Achtsamkeit in dein Leben bringen kannst. Achtsamkeit oder auf Englisch mindfulness bedeutet grundsätzlich, in einem bewussten Zustand zu sein, in dem unser „Monkey-Mind“, unser ständiger Gedankenkarussell uns nicht dominiert. Das Ziel ist es bewusst unsere Gedanken wahrzunehmen – anstatt uns unbewusst von ihnen leiten zu lassen. Wege zu mehr Achtsamkeit gibt es ganz viele. Hier meine drei Favoriten:

Meditation

Bereits 5 Minuten Meditation pro Tag können dein Denken über deinen ganzen Tag hinweg positiv beeinflussen. Hier findest du super Anleitungen für deine Meditation. Beobachte deine Gedanken wie sie kommen & gehen – ohne dich von ihnen mitziehen zu lassen. Und wenn du den Fokus verlierst, komme wieder zum Atem zurück.

Journaling

Das gute alte Tagebuch-Schreiben hat irgendwann einmal einen hippen Namen bekommen. Eigenreflexion und das Revue-passieren lassen von Geschehenem hilft mir immer enorm, mich über meine Gedanken und Gefühle bewusst zu werden. Übrigens: wenn du dich zum Newsletter anmeldest, bekommst du als Willkommens-Geschenk ein Workbook per PDF zugeschickt mit u.a. einer Schritt-für-Schritt Anleitung zur Eigenreflexion. Wenn du das willst, dann tippe hier deine E-Mailadresse ein:

Wird verarbeitet …
Erledigt! Sie sind auf der Liste.

Yoga

Natürlich darf auch Yoga auf meiner Favoriten-Liste für mehr Achtsamkeit nicht fehlen! Gemäss Patanjali hat Yoga zum Ziel, die Gedanken zur Ruhe zu bringen. Er beschreibt es so, dass unser Verstand ein See mit ganz vielen Wellen ist. Wenn diese zur Ruhe kommen, sehen wir auf den Grund – zu unserer tiefen Wahrheit. Yoga hilft, den Fokus zu lenken, indem wir immer wieder die Aufmerksamkeit auf den Atem oder den Körper legen. Dies gibt uns einen Anker, zu dem wir immer wieder zurückkehren können, wenn die Monkeys unseren Mind wieder durchwühlen.

Gerade in der jetzigen Zeit der Unsicherheit und der Angst ist es so wichtig – einen Anker, einen Ort der Geborgenheit zu haben. Ein Ort in uns selbst voller Vertrauen. Genau jetzt ist eine spirituelle Praxis so wichtig! Ausserdem hält dich Yoga fit und stärkt dein Immunsystem. Und es ist eine der wenigen Indoor-Gruppen-Sportarten, die noch erlaubt sind. smile (Stand 09.11.2020).

Wenn du gerne Yoga mit mir praktizieren willst findest du alle Infos hier. Aktuell unterrichte ich zwei Stunden in der Woche in Zürich und streame beide Klassen auch online via zoom.

JA! zur besten Version von dir Selbst

Welchen Weg du auch wählst, es wird das, was du daraus machst! In dem Sinne – have fun, stay healthy and grow! Sage JA! zur besten Version von dir Selbst.

Ganz viel Liebe

Deine Lisa

Lisa Monn Yoga Physiotherapie Zürich

Was denkst du darüber? Hinterlasse gerne einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.